NARM

NARM – Neuroaffektives Beziehungsmodell

NARMist ein körperorientierter und psychodynamischer Ansatz zur Behandlung von Entwicklungstraumata und Bindungsstörungen.

Desorganisiertes Verhalten entsteht nicht nur durch einzelne traumatische Ereignisse, sondern vor allem durch frühe Bindungs- und Beziehungserfahrungen – also wie wir als Kind Bindung, Sicherheit und Kontakt erlebt haben. Diese Erfahrungen prägen unser Selbstbild und als Erwachsene unsere Fähigkeiten mit Emotionen und Beziehungen umzugehen.

Entwicklungstraumata

Entwicklungstrauma entstehen durch wiederholt negative Erfahrungen in der Kindheit. Vor allem in den ersten Lebensjahren ist zur Ausbildung einer sicheren Bindung ein sicheres Umfeld wichtig. Ist dies nicht Vorhanden und erlebt ein Kind stattdessen z.B. Vernachlässigung, Überforderung, Ablehnung, Abwesenheit der Eltern oder sogar Gewalt und Missbrauch, kann sich ein Kind nicht angemessen entwickeln. Diese Erlebnisse erfordern vom Kind, dass es sich dem Umfeld anpasst, um dort weiter existieren zu können. Dadurch bildet das Kind Überlebensstrategien aus, durch welche es mit den Erwachsenen in Beziehung bleiben kann. Im Erwachsenenalter beeinträchtigen diese Überlebens- strategien jedoch, wie Betroffene mit sich selbst und anderen in Beziehung gehen.

Zentraler Ansatz von NARM

Wichtiger Aspekt ist der Fokus auf die Gegenwart. Also mehr das Erleben im Moment, als das Wiedererleben alter Ereignisse. Dadurch sollen KlientInnen wieder mehr Zugang zu sich selbst, zu den eigenen Gefühlen und innerer Stabilität erlangen.

Negative Selbstannahmen wie z.B. „Ich bin es nicht Wert“, „Mit mir stimmt etwas nicht“, oder auch Selbstbeschämung und Selbstkritik sind früh entwickelte identitätsbasierte Überzeugungen. Durch das Bewusstmachen und Würdigen der Funktion dieser Überzeugungen sollen sie erkannt werden und im weiteren Verlauf eine Desidentifikation erfolgen. Dies verhilft KlientInnen zu mehr Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit sowie innerer Freiheit.

NARM™ ist eine sehr sanfte und gleichzeitig eine sehr wirksame Methode, welche gerade bei der Heilung von Entwicklungstraumata hilfreich ist. Durch ihren zentralen Fokus auf „Das was daraus entstanden ist (Überlebensstrategie)“ und nicht auf „Das was einmal passiert ist (Trauma)“, setzt sie dort an, wo Veränderung möglich ist: Im Hier und Jetzt.

Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches und kostenfreies Kennenlerngespräch
und lassen Sie uns darüber sprechen, wie ich Ihnen helfen kann.

Wer ein Trauma nicht realisiert,
ist gezwungen es zu wiederholen
oder zu reinszenieren.

(Pierre Janet)